Stofferkennende Infrarotsensoren - Was ist das überhaupt ?


Alle Moleküle liefern im infraroten Spektralgebiet charakteristische Absorptionen, an Hand derer sie eindeutig identifiziert werden können. Lange nur als Labormethode betrachtet, hat sich die Infrarotspektroskopie, besonders in ihrer Beschränkung auf den Wellenlängenbereich des Nahen Infrarots (800 nm bis 2500 nm), in den letzten ca. 20 Jahren zu einer fast ubiquitären Sensortechnologie entwickelt. Grundprinzip ist die Beleuchtung einer Probe mit Wärmestrahlung und die Analyse des transmittierten oder zurückgestreuten Lichtes. Das Meßsystem besteht aus Lichtquelle (z.B. Halogenlampen im Nah-IR-Bereich), Lichtzerlegungseinheit (optische Filter, Gitter..) und Auswerteeinheit (separat oder integriert in bestehende Anlagen). Die genaue Ausgestaltung eines einzelnen Stofferkennungssystems hängt von der jeweiligen Meßaufgabe ab und wird von uns individuell und optimal entwickelt. Die eigentliche Messung erfolgt stets zerstörungsfrei und praktischerweise berührungslos. Das macht die Methode so vorteilhaft für die Kontrolle empfindlicher Prozesse oder Substanzen. Die Verwendung des Nah-Infrarot-Bereichs erlaubt den Einsatz von Lichtleitern zum Informationstransport über weite Strecken und den Einsatz preisgünstiger Technik.



Wo ist die Infrarottechnik einsetzbar ?


Die Einsatzgebiete sind äußerst mannigfaltig. Anwendungsfelder finden sich z.B. in der Umweltüberwachung [Beispiel: Abgaskontrolle], in der Produktion [Beispiele: chem. Prozesskontrolle, Schichtdickenmessung], im Recyclingbereich [Beispiele: Kunststofferkennung, Bauschuttsortierung, Teppich-Recycling], in der Lebensmittelindustrie [Beispiel: Fleisch], der Landwirtschaft [Beispiel: Proteingehalt von Getreide] und der Medizin [Beispiel: Körperfett] bis hin zum Konsumgüterbereich. Unsere Ziele sind die Erschließung neuer Einsatzfelder und der Ersatz herkömmlicher at-line-Analytik durch schnelle und präzise low-cost-Sensorik.